In Verbindung mit dem HLTV-Modus gibt es mehrere Perspektiven, von denen aus man sich die Demos ansehen kann. Diese kann man entweder über das Menü (ducken-Taste) oder direkt per Konsole auswählen.
Besonders interessant für Kamerafahrten ist der free look-Modus. Dort kann man Die Kamera mehr oder weniger frei bewegen. Im free look-Modus kann man sich prinzipiell so bewegen, wie im Spiel auch. Wenn man eine Kamerafahrt per Maus aufnehmen will, ist eine niedrige sensitivity empfehlenswert. Zusätzlich gibt es noch den Befehl m_filter, der die Mausbewegung glättet und kleinere Ruckler kompensiert.
Falls man eine Kamerafahrt per Tastatur plant, benötigt man zunächst alle relevanten Kommandos. Hier ein Überblick:
| Kommando | Drehung |
|---|---|
| +left | nach Links |
| +right | nach Rechts |
| +lookup | nach Oben |
| +lookdown | nach unten |
| Kommando | Bewegungen |
|---|---|
| +forward | nach Vorne |
| +back | nach Hinten |
| +moveleft | nach Links |
| +moveright | nach Rechts |
| +moveup | nach Oben |
| +movedown | nach Unten |
| Kommando | Auswirkung | Standardwert |
|---|---|---|
| cl_forwardspeed | Bewegung vor | 800 |
| cl_backspeed | Bewegung zurück | 800 |
| cl_sidespeed | Bewegung links/rechts | 400 |
| cl_upspeed | Bewegung hoch/runter | 320 |
| cl_yawspeed | Drehung links/rechts | 210 |
| cl_pitchspeed | Drehung hoch/runter | 850 |
Aus der Kombination dieser Kommandos lassen sich Kamerafahrten sowohl per Tastatur, als auch per Script steuern. Der Vorteil: Unschöne Ruckler wie sie häufig bei Mausbewegungen erzeugt werden bleiben aus. Nachteile sind jedoch die relativ komplizierte Steuerung, sowie “unnatürlich” wirkende Szenen.
Mehr Informationen zum Thema Scripts gibt es auf einer Vielzahl von Seiten im Internet. Unter anderem auf counter-script.net, und counter-strike.de.
Das in Counter-Strike 1.6 von Valve integrierte Tool DemoEdit erlaubt das Erstellen von automatisierten Kamerapfaden mit dem CAMPATH Ereignis. Vorteile gegenüber dem manuellen Recamming sind vorallem die Reproduzierbarkeit der Kamerafahrt (wenn man sie speichert) und die Möglichkeit auch längere, komplexere und präziesere Kamerafahrten erstellen zu können. Trotzdem gibt es Situationen, in denen das manuelle Recamming immernoch überlegen oder einfacher ist.
Zum Kennenlernen dieser Technik eignet sich z.B. das ausführliche deutsche Tutorial Professionelle Kamerafahrten erstellen oder das Videotutorial VidTuts: HL/CS - waypointed camera (Englisch), das auch eine Beispieldemo beinhaltet, in der man sich den im Video gezeigten Kamerapfad selber anschauen und verändern kann.
Viele Fragen, Tipps, Tricks und Probleme mit CAMPATH sind bereits in den oben verlinkten Seiten und deren Kommentaren beschrieben!
Zusammenfassung des Tutorials:
1. Aktivieren von DemoEdit
Dazu in den Launchoptions (Startparametern) von Counter-Strike -demoedit anhängen.
Die Launchoptions erreicht man in Steam z.B. durch Rechtsklick auf den Counter-Strike 1.6 Eintrag im Games Menu unter Properties.
Wenn man eine Verknüpfung zum Starten benutzt kann man auf diese auch rechtsklicken und es dort einfach anhängen.
2. Demo laden und vorbereiten
Sollte die betreffende Demo leider keine HLTV Demo sein, müsst ihr vorher in die Konsole dem_forcehltv “1” eingeben. Beachtet, dass in InEye Demos nicht alle Aktionen anderer Spieler, wie dies bei HLTV Demos der fall ist, aufgezeichnet werden und sie sich daher manchmal etwas seltsam verhalten, bzw. nur die Umgebung des Spielers exakt wiedergeben.
Die Demo wird mit viewdemo demoname geladen (siehe auch andere Einträge in diesem Wiki). An den neuen Buttons wie Events und Save erkennt man, dass DemoEdit aktiv ist.
Mit der Ducktaste in das Spectatormenue wechseln und dort AutoDirector aktivieren und in den FreeLook-modus wechseln. Ihr solltet auch ab und zu überprüfen, dass dies so bleibt, da es sonst der Kamerapfad evtl. nicht richtig abgespielt wird.
WICHTIG: Um das Ruckeln der Kamerapfade in einigen (HLTV) Demos zu vermeiden, solltet Ihr noch cl_fixtimerate 0 in die Console eigenben, bzw. Eurer MovieMaking.cfg Config zufügen!
3. Einen Kamerapfad erstellen
Eine schöne Stelle in der Demo aussuchen und die Kamera für den ersten Wegpunkt in Position bringen. Mit Hilfe des Events Buttons ein CAMPATH Event (unter Add) hinzufügen und mit den GetView und GetTime Buttons die Kameraeinstellungen usw. uebernehmen. Dann die Demo etwas weiterlaufen lassen und den Prozess wiederholen, um einen neuen Wegpunkt hinzuzufuegen.
Damit der Kamerapfad korrekt erkannt wird muessen zwischen den CAMPATH Events eines Pfades alle anderen Events entfernt werden und im ersten CAMPATH einer Serie muss der Flags Eintrag auf 1 gesetzt werden (die nachfolgenden einer Serie haben Flags auf 0).
Es gibt eine Begrenzung fuer die Anzahl der Wegpunkte pro Pfad (ca. 20), man kann aber einen längeren Pfad aus teilpfaden zusammenbauen.
Die oben verlinkten Seiten enthalten dazu viele weitere Tipps und Problemlösungen.
4. Abspielen des Kamerapfads
Nochmals sicher stellen, dass AutoDirector an ist und man sich immernoch im FreeLook-modus befindet. Die Wiedergabe der Demo muss vor dem ersten CAMPATH einer Serie gestartet werden. Also die Demo am besten ein paar Sekunden vorher starten und mit Resume Game (Spiel fortsetzen) zurueck ins Spiel wechseln. Dann sollte der Kamerapfad abspielen.
1. Kamerapfade speichern
Einen Kamerpfad kann man mit dem Savebutton speichern, natürlich sollte man vorher eine Sicherungskopie von der Demo gemacht haben, da diese dabei überschrieben wird. Sollten danach die Spielermodels durcheinander sein, kann man dies z.B. mit cl_minmodels 1 lösen, wobei dann natürlich bei dieser Lösung nur noch jedes Team ein Modell hat (T: Leetcrew, CT: GIGN).
2. Sehfeld / Field Of View
Das FOV (Field Of View) -feld stellt uebrigens den Blickwinkel des Betrachters ein. Da die Interpolation zwischen verschiedenen Werten zumindest im OpenGL Modus nicht so gut funktioniert, sollte man in einem Pfad in allen Wegpunkten den selben Wert benutzen. (Bei einen höheren Wert hat man mehr Rundumblick, bei einem niedrigeren hat man mehr Tunnelblick.)
2. Kamera rollen
Man kann bei CAMPATH oder CAMERA den Rollwinkel (seitliche Drehung der Kamera in Grad) ueber den dritten Wert bei dem “View Angel” Feld einstellen, wie in diesem Screenshot gezeigt. Der Rollwinkel wird wie die restlichen Positions- und Winkelwerte interpoliert, darf sich also in einem Pfad ändern.
\\Weitere Tricks und Tipps findet man z.B. hier (leider Englisch).
Mit dem MIRV Demo Tool kann man ebenfalls Kamerfahrten erstellen bzw. Kameratracking betreiben. Es bietet aber noch viele andere Möglichkeiten!