Premiere Pro 1.5 Tryout (Inoffizieller Download)
Premiere 6.0 Free Trial (Inoffizieller Download)
Premiere ist das Videoschnittprogramm von Adobe.
Adobe Premiere ist eins der profesionellsten Videoschnitt Programme die es derzeit gibt und trotzdem leicht zu handhaben. Es arbeitet ausserdem mit anderen Adobe-Programmen nahtlos zusammen, wie z.B. mit Adobe Photoshop oder Adobe After Effects, da Premiere ausschließlich für den Videoschnitt zuständig ist und dadurch die Funktionen bezüglich Filtern und Bildbearbeitung stark eingeschränkt sind. Dadurch jedoch ist das Programm hervorragend zum schneiden geeignet. Sollte man die anderen Adobe Produkte nicht besitzen oder beherrschen, kann man sich mit dem schlechteren Programm “Sony Vegas Video” anfreunden, welches alle 3 Funktionen beinhaltet. Jedoch können dadurch keine so guten Ergebnisse erzielt werden, wie mit der Adobe-Kombination, da die Filter und Generatoren sehr eintönig und vorgefertigt wirken. Bei Adobe Premiere könnt ihr mit hilfe einer Zeitleiste und beliebig vielen Video- und Audiospuren Euer Video zusammenschneiden. Ihr könnt zwischen verschiedenen Transitions (Übergangseffekten), Video- und Audiofiltern wählen, um das gewisse Etwas in Euer Video zu bekommen.
A - Timeline; B - Monitor; C - Projektfenster; D - Effekt Controll Fenster; E - Transitions-, Audio- und Video-Effekteauswahl
Lila: Bilder
Blau: Video ohne Sound
Blau-Grün: Video mit Sound
Grau: Sequenz (mit oder ohne Sound)
Grün: Sound
Video 1, Video2, Audio 1, usw.
Das ist oft ziemlich wichtig, wie z.B. bei Audioclips, nur ausgeklappt werden die “Peaks” angezeigt.
- Rechtsklick mit der Maus auf einem file in der Zeitleiste öffnet wichtige Funktionen !
- Speichert Eure Projekte am besten nach jedem größeren Arbeitsschritt ab! Ich empfehle (bei google findet man ent- und empfehlen) häufiger das Ganze dann als neues Projekt zu speichern. Sollte es dann zu Problemen kommen, kann man auf ältere Projektversionen zurückgreifen (zB. Csmovie1, csmovie2, csmovie3 ...)
-Im Adobe Ordner(meist in Eigene Dateien) ist auch ein Ordner namens Adobe Premiere Pro - Automatische Speicherung, welcher regelmäßig das Projekt sichert, falls bei Euch in Premiere z.B. ein Fehler auftreten sollte.(AP 7.0 kann fälschlicherweise eine Datei als zerstört anzeigen)
- Dateien können im Premiere-Browser per Rechtsklick → Import.. eingefügt werden. Von dort aus einfach per Drag & Drop ins Schnittfenster ziehen!
Für Gamevideos muss das Projekt vorher ordentlich eingestellt werden, da Premiere (und auch andere Schnittprogramme) standardmäßig für DV-NTSC Videomaterial eingestellt sind. Und die Einstellungen sind für Camcorder-Aufnahmen gedacht, was eben was völlig anderes ist, als ein Gamevideo.
Das wären alle Einstellungen, die für uns wichtig sind. Als nächstes landen wir in der Oberfläche von Premiere!
In diesem Kapitel möchte Ich euch ein wenig über das Schneiden selber beibringen. Es gibt eine Menge nützlicher Optionen und Tools, die einem während dem bearbeiten das schneiden erheblich erleichtern.
Hier mal ein ganz simpler Schnitt:
Das Rasiermesser lässt sich mit dem Tastenkürzel C auswählen. Den normalen Auswahlzeiger können wir aber auch mit dem Kürzel V auswählen. Diese beiden liegen nützlicherweise genau nebeneinander :) ! Somit können wir schnell Clips zerschneiden und an ihre gewünschte Stelle verschieben.
Manchmal pfuscht uns eine Option, die Premiere besitzt, aber ganz schön dazwischen. Unser zerschnittener Clip springt immer regelrecht in die Nähe des anderen! Dieses, manchmal wirklich nervige, Ding ist der Clipmagnet. Auf dem nächsten Bild ist gut zu sehen, wie unser ausgewählter Clip an den Rand des nächsten “andocken” will (schwarzer Strich mit Ecken).
Der Button im Kreis jedoch erlaubt es uns, diese Option auszuschalten. somit können wir unseren Clip so nah wie gewünscht an einen anderen heranschieben, ohne dass dieser gleich angesaugt wird. Ratsam ist jedoch, den Clipmagnet wieder einzuschalten, wenn wir die Szenen direkt hintereinander laufen lassen wollen. Somit vermeiden wir ein überlappen oder eine Lücke zwischen den Clips.
Tipp: Der Clipmagnet lässt sich mit dem Tastenkürzel S an/aus schalten, welcher auch praktischerweise in der Nähe von den wichtigen Kürzeln C und V liegt! (Oooh, ist Premiere nicht ein tolles Programm? :) )
Um Szenen schneller oder langsamer abzuspielen, müssen wir einfach nur den gwünschten Clip mit einem Rechtsklick anwählen und im Popup-Menü Speed/Duration auswählen. Somit gelangen wir in dieses Fenster:
Dort können wir:
Die Geschwindigkeit in Abhängigkeit der Dauer (Duration) kann aber komfortabler direkt im Schnittfenster, mit folgendem Tool, verändert werden:
Mit diesem Tool können wir einfach an einem Ende des Clips ziehen, die gewünschte Länge bestimmen, und die Geschwindigkeit wird somit automatisch auf die Länge angepasst.
Wenn wir einen Clip anhalten möchten, um ein Standbild zu erhalten, müssen wir ebenfalls mit einem Rechtsklick auf den Clip ins Popup-Menü gelangen. Dort wählen wir Frame Hold.. (Standbild) aus. Somit poppt folgendes Fenster auf:
Um nun einen Clip anzuhalten, haben wir mehrere Optionen. Mit Aktivierung des Häkchens Hold On wird die Option aktiviert. Nun müssen wir noch auswählen, wo. Meine eigene Erfahrung hat gezeigt, dass es am einfachsten ist, in die Stelle, an der das Bild angehalten werden soll, einfach reinzuschneiden und danach im kleinen Drop-Down-Menü In Point auszuwählen. Somit wird der erste Frame des Clips als Standbild dargestellt. Sollte es der letzte Frame sein, muss man natürlich Out Point auswählen :).
Zu der Marker-Option werde Ich vielleicht später noch etwas schreiben.
Videofilter (Umgangssprachlich Effekte) und Überblendungen werden über den Browser hinzugefügt. Wenn ihr’s nicht findet, geht über das Menü oben auf “Fenster → Effekte“.
Die Filter & Überblendungen können einfach per drag & drop den Clips hinzugefügt werden.
Keyframing ist wohl einer der wichtigsten Aspekte im Video-Editing. Es erlaubt uns, Einstellungen von Filtern, Deckkräften, Lautstärken und Bewegungen von einem Zeitpunkt zum anderen zu verändern, sodass das Programm die Zwischenpunkte berechnet.
Wenn z.B. die Lautstärke einer Soundfile langsam ansteigen soll, benutzen wir 2 Keyframes. Einen, der bei 0% beginnt, und einer, der bei 100% endet.
Wie man sehen kann, steigt der Verlauf der Lautstärke linear an, ohne dass die Lautstärke an jedem Frame einzeln erhöht werden muss.
Der wichtigste Bereich, in dem wir während dem Keyframing arbeiten, ist das “Effect-Control”-Fenster. Dort können wir für alle unsere Filter, Bewegungen und Deckkräfte Einstellungen vornehmen und Keyframes erstellen.
Effect Controls:
In dem Schnittfenster unseres Projektes können aber auch alle Keyframes eines Clips angezeigt werden, um eine bessere Übersicht zu bekommen.
Tipp: Keyframes für Deckkraft und Lautstärke können auch direkt im Schnittfenster verändert werden, indem man auf den weißen Punkt klickt (siehe erstes Bild) und ihn einfach verschiebt.
Es gibt noch ein Tool in Premiere, mit dem Einstellungen von Filtern die Bewegungsabläufe verändert werden können.
Bei normaler Einstellung der Effekte verlaufen die Keyframes immer linear. Der Zeichenstift jedoch kann die Bewegungen smooth machen. Beispiele zeigen das am besten:
Linear - Bézier
Dazu muss man, vorangegangen mit dem Wissen des vorherigen Unterkapitels, die Keyframes für den gewünschten Filter anzeigen lassen, mit dem Zeichenstift einen Keyframe per Rechtsklick in Bézier ändern und den Keyframe, an dem blauen Kreisle, nach oben oder unten verschieben.
Viel Spaß beim rumprobieren :) (by halfeyrus)
Ich habe einen Clip mehrmals zerschnitten, mit Filtern übersehen und einzeln Opacitys verändert. Nun will Ich aber einen weiteren Filter über den gesamten zerschnittenen Clip legen, kann ja aber nur in jedem Stück einzeln den Filter einstellen. Wie kann Ich nun für das gesamte Stück die Einstellung vornehmen?
Seit Premiere Pro gibt es eine dufte Funktion, mit der man bestimmte geschnitte Stücke innerhalb des Projekts nochmal einfügen kann. Das heißt also, ihr könnt z.B. einen Text bewegen und zerschneiden, ihn dann danach aber trotzdem locker mit einem Filter überarbeiten, ohne umständlich den Clip zu exportieren und wieder einzufügen. Bei alten Premiere Versionen gab es zwar auch ein ähnliches Tool, das “Virtual Clip” Tool, welches aber nicht den gleichen Komfort wie die Sequences bietet.
Sequences sind wie kleine Projekte innerhalb unseres Gesamtprojektes. Sie können einzeln als komplettes Projekt oder als Zusammenschluss in einer anderen Sequence gesehen werden. Wenn wir ein neues Premiere-Projekt erstellen, arbeiten wir die ganze Zeit über in einer einzigen Sequenz, die vom Programm aus automatisch in Sequence01 benannt wird. Jede Sequenz ist gleichzusetzen mit einem eigenständigen Projekt. Sie hat beliebig viele Video- und Soundspuren und es kann jede Funktion, die gewünscht wird, benutzt werden.
Hier mal das Prinzip schematisch dargestellt:
In dem Schema ist meine “Hauptsequenz”, also eigentlich die Sequence01 eben die Sequence03. Welche Sequenz nun die “Haupt-” oder “Trägersequenz” ist, ist egal. In dem Schema könnten also Sequence01 und Sequence02 einzeln geschnittene Stücke des Videos sein, sagen wir zum Beispiel den Hauptteil und die Credits. Wiederum können Sequence01 und Sequence02 dann als zusammengefasste Clips in Sequence03 wieder einfügt werden.
Wie auf dem Bild zu sehen ist, kann man eine Sequenz, wie gewohnt, über: File → New.. → Sequence oder Rechtsklick im Datei-Browser → New.. → Sequence einfügen. Die Karteikarten über dem Schnittfenster zeigen die einzelnen Sequences an, die dann direkt geöffnet und bearbeitet werden können. Um eine Sequenz in eine Andere einzufügen, einfach aus dem Datei-Browser ins Schnittfenster ziehen. Eine Sequenz sieht im Schnittfenster dann, mit der Ausnahme, dass Sie grau dargestellt wird, wie ein normaler Clip aus:
Wir haben durch die Sequences also mehrere Vorteile:
Viel Spaß :) (by halfeyrus)
Bei Adobe Premiere Pro tritt dieses Soundproblem auf, wenn man zwei Tonlinien übereinander legt. Zum Beispiel aufgenommene Ingame-Szenen mit Sound und einer weiteren Tonspur (Musik). Während dem Schneiden im Programm selbst treten keine Fehler auf, aber sobald man das Video rendert, kratzt es sehr laut.
Das Knistern bekommt man weg, indem man unter Export Movie Settings (File → Export → Movie oder CTRL + M) bei Audio den Sample Type auf 32-bit Float stellt ! Es sollte nun nicht mehr knistert oder kratzen!
Andere Lösung: Da manche Premiere Versionen diese Einstellung nicht enthalten(7.0) könnt ihr als 2.Lösung auch nur die Soundspur Exportieren und dann neu einfügen. Das gibt zwar qualitätsverlust ist trotzdem eine schnelle und gut Möglichkeit.
Ich beschreibe in folgenden Kapiteln, wie man das komplette Projekt in 16:9 erstellen kann, also für Fragmovies (mehr oder weniger) nicht geeignet, da sonst Deathnotice und Waffenmodel überdeckt sind. Trotzdem ist 16:9 für reine Kamerafahrten geeignet, die dann exportiert und nachträglich wieder eingefügt werden können, sofern man in einem Video verschiedene Verhältnisse toleriert. Für alle anderen Arten von Videos/Filmchen natürlich besonders geeignet! :)
Um ein Video für 16:9 fit zu machen, wäre es ratsam, die gewünschten Szenen von Anfang an in einer höheren Auflösung aufzunehmen (hauptsächlich Gamevideos), um somit größeren Spielraum bei der Wahl der Auflösung zu haben. (Cs-Capturing) Ausserdem nützlich für Kameras - z.B. den Vertigo Shot.
Wenn wir ein Video in Breitbild, also dem Verhältnis 16:9, wie wir es von Kinofilmen kennen, haben wollen, müssen wir erstmal das richtige Verhältnis für unser Video errechnen. Bekanntlich haben normale TV-Aufnahmen das Verhältnis 4:3, welches auch die meisten Auflösungen in Windows besitzen. Zum Beispiel:
Beispiele für 16:9 Auflösungen:
Das Verhältnis der Auflösung lässt sich durch simple Division errechnen.
4 / 3 = 1,333333
Das heißt: Auf einem Pixel breit treffen längs 1,3 pixel zu.
640 / 480 = 1,333333 Das beweist, dass 640*480 eine 4:3 auflösung ist.
Das Verhältnis 16:9 ist also:
16 / 9 = 1,777777
Auf einen Pixel breit treffen 1,7 Pixel längs.
also...
Frage: Ich habe Szenen in CS mit der Auflösung 800*600 aufgenommen. Ich will mein Video aber nun im Kinoformat haben! Welche Auflösung muss ich wählen?
Antwort: Ganz einfach. Du rechnest die Breite deiner Clips durch das Verhältnis 16:9, also 1,777777. Das sähe dann so aus: 800 / 1,777777777 (Am besten so viele 7er wie möglich eingeben, umso genauer wird das Ergebnis!) = 450. Die Auflösung deines Videos muss also 800*450 betragen. Rechnen wir das nochmal zum Test nach: 800 / 450 = 1,777777 tadaaaa !! So einfach geht das :)
Wenn wir nun also die richtige Auflösung für unser Video gefunden haben, kann es also losgehn. Um das Video nun auf unsere gewünschte Größe zu bekommen, müssen wir natürlich nicht jedes Bild einzeln zurechtschneiden. Diese Arbeit übernimmt Premiere für uns.
Dazu müssen wir unser Projekt erstmal auf die richtige Größe einstellen. Wir erstellen also ein neues Projekt, nehmen nun aber keine Preset-Version, sondern Custom.
Die für uns wichtigen Einstellungen sind:
Nachdem wir nun das Projekt so eingestellt haben, kanns auch gleich mit dem schneiden losgehen :) Im projekt sollte euer Monitor nun schon die richtige Größe haben, wie hier zu sehen ist:
Nun haben wir also ein wunderbares 16:9 Video! :)
Viel spaß :) (by halfeyrus)
Wenn wir von 800×600 ausgehen, können wir die 16:9-Auflösung auch einfach berechnen. Wir teilen einfach die horizontalen Pixel durch 16. Das ergibt 50, dieses Ergebnis rechnen wir mal 9 und schon haben wir 450. Das ist einfacher zu rechnen, als durch 1,777777 zu teilen(, sofern man keinen Taschenrechner besitzt, den Windows-Taschenrechner nicht findet/kennt und dazu noch gut im Kopfrechnen ist.)
Um Texte in Premiere zu erstellen, wählt man im Menü Datei → Neu → Titel aus. Dort können wir nun Texte nach Belieben mit verschiedenen Fonts, Größen, Farben, Stilen usw. erstellen. Man kann ebenfalls im Projekt-Browser per Rechtsklick in das Fenster gelangen.
Das Titelfenster sieht so aus:
Ich denke, es ist ziemlich einfach, sich dort zurecht zu finden. Nachdem ihr den Text geschrieben habt, einfach das Titel-Fenster verlassen, dann poppt auch das “Speichern unter..” Fenster auf. Der Titel wird dann automatisch dem Projekt-Browser hinzugefügt.
Tipp: Um einen Text wieder zu verändern, nachdem man schon gespeichert hat, einfach auf den Clip im Schnittfenster, oder im Projekt-Browser, doppelt klicken.
Wie man das hinkriegt, kann jedoch nicht jeder wissen. Schwer ist es aber auch nicht.
Wenn nun alles fertig ist, und das Video nun endlich als Videofile rauskommen soll, sollte man erstmal auswählen, welcher Bereich des Videos überhaupt exportiert werden soll. Dafür ist diese gelbe Leiste oberhalb der Zeitanzeige im Schnittfenster zuständig.
Damit gibt man also den Bereich des Videos an, der exportiert werden soll.
Wichtig: Exportierte, unkomprimierte Videos können riesige Dateigrößen annehmen! 1 Minute Endvideo kann über ungefähr 1,5 Gigabyte groß werden! Also erstmal schön Platz machen auf der Festplatte :).
So. Dann geht man auf “Datei → Exportieren → Film..“. Dateiname angeben, und dann Einstellungen anwählen.
Das sieht jetzt ungefähr so aus, wie das große Einstellungsfenster ganz am Anfang, als das Projekt erstellt wurde. Das kann man im Prinzip alles so lassen wie es ist, nur sollte man ein paar Dinge noch checken:
So, Einstellungen verlassen und ruhig auf Speichern ruffkloppen. :) Das wird nun wahrscheinlich ein Weilchen dauern, je nachdem wie komplex und wie häufig die Filter usw. gewählt worden sind.
An dieser Stelle ist dieses Tutorial nun auch schon wieder zu Ende, denn die Komprimierung des Clips fällt in die Hände des xVid- oder z.B x264-Tutorials.
Ich hoffe, das Tutorial konnte einen leichten Einstieg in die Welt von Premiere ermöglichen. Ich wünsche noch viel Erfolg beim Videos machen!
Hier eine Liste mit bekannten Videos, die in Premiere bearbeitet wurden.