Premiere

Premiere Pro 2.0 Tryout

Premiere Pro 1.5 Tryout (Inoffizieller Download)

Premiere 6.0 Free Trial (Inoffizieller Download)

Premiere ist das Videoschnittprogramm von Adobe.

Adobe Premiere ist eins der profesionellsten Videoschnitt Programme die es derzeit gibt und trotzdem leicht zu handhaben. Es arbeitet ausserdem mit anderen Adobe-Programmen nahtlos zusammen, wie z.B. mit Adobe Photoshop oder Adobe After Effects, da Premiere ausschließlich für den Videoschnitt zuständig ist und dadurch die Funktionen bezüglich Filtern und Bildbearbeitung stark eingeschränkt sind. Dadurch jedoch ist das Programm hervorragend zum schneiden geeignet. Sollte man die anderen Adobe Produkte nicht besitzen oder beherrschen, kann man sich mit dem schlechteren Programm “Sony Vegas Video” anfreunden, welches alle 3 Funktionen beinhaltet. Jedoch können dadurch keine so guten Ergebnisse erzielt werden, wie mit der Adobe-Kombination, da die Filter und Generatoren sehr eintönig und vorgefertigt wirken. Bei Adobe Premiere könnt ihr mit hilfe einer Zeitleiste und beliebig vielen Video- und Audiospuren Euer Video zusammenschneiden. Ihr könnt zwischen verschiedenen Transitions (Übergangseffekten), Video- und Audiofiltern wählen, um das gewisse Etwas in Euer Video zu bekommen.

Programmoberfläche

A - Timeline; B - Monitor; C - Projektfenster; D - Effekt Controll Fenster; E - Transitions-, Audio- und Video-Effekteauswahl

  • Über die Menüleiste mit „Datei → Importieren“ die gewünschten Sachen in den Datei-Browser einfügen. Geht auch per Rechtsklick im Datei-Browser.

  • Per drag&drop kann ein Videoclip in der Zeitleiste hinzugefügt werden.
  • Dort gibt es verschiedene Clipanzeigen:

Lila: Bilder
Blau: Video ohne Sound
Blau-Grün: Video mit Sound
Grau: Sequenz (mit oder ohne Sound)
Grün: Sound

  • Tipp: Ob Video- oder Audioclips, sie liegen alle in Spuren. Ein Projekt kann unendlich viele Spuren haben, wenn mann denn so viele braucht. Auf den Bildern sind die Spuren an ihren Namen zu erkennen:

Video 1, Video2, Audio 1, usw.

  • Tipp 2: Das graue Dreieck links der Spurenbezeichnung (Video 1), lässt eine Spur “ausklappen”.

Das ist oft ziemlich wichtig, wie z.B. bei Audioclips, nur ausgeklappt werden die “Peaks” angezeigt.

  • Auf der linken Seite ist die Toolbar zu finden:

Einsteiger Tips

FIXME

- Rechtsklick mit der Maus auf einem file in der Zeitleiste öffnet wichtige Funktionen !

- Speichert Eure Projekte am besten nach jedem größeren Arbeitsschritt ab! Ich empfehle (bei google findet man ent- und empfehlen) häufiger das Ganze dann als neues Projekt zu speichern. Sollte es dann zu Problemen kommen, kann man auf ältere Projektversionen zurückgreifen (zB. Csmovie1, csmovie2, csmovie3 ...)

-Im Adobe Ordner(meist in Eigene Dateien) ist auch ein Ordner namens Adobe Premiere Pro - Automatische Speicherung, welcher regelmäßig das Projekt sichert, falls bei Euch in Premiere z.B. ein Fehler auftreten sollte.(AP 7.0 kann fälschlicherweise eine Datei als zerstört anzeigen)

- Dateien können im Premiere-Browser per Rechtsklick → Import.. eingefügt werden. Von dort aus einfach per Drag & Drop ins Schnittfenster ziehen!

Einstellungen

Für Gamevideos muss das Projekt vorher ordentlich eingestellt werden, da Premiere (und auch andere Schnittprogramme) standardmäßig für DV-NTSC Videomaterial eingestellt sind. Und die Einstellungen sind für Camcorder-Aufnahmen gedacht, was eben was völlig anderes ist, als ein Gamevideo.

  • „Benutzerdefinierte Einstellungen“ wählen und folgendes einstellen:

  • Keinen Codec auswählen!

Das wären alle Einstellungen, die für uns wichtig sind. Als nächstes landen wir in der Oberfläche von Premiere!

Schnitttechniken

Einfaches Schneiden

In diesem Kapitel möchte Ich euch ein wenig über das Schneiden selber beibringen. Es gibt eine Menge nützlicher Optionen und Tools, die einem während dem bearbeiten das schneiden erheblich erleichtern.

Hier mal ein ganz simpler Schnitt:

  • A: Das Rasiermesser :)
  • B: Die Stelle, an der Ich einen Clip auseinander geschnitten habe

Das Rasiermesser lässt sich mit dem Tastenkürzel C auswählen. Den normalen Auswahlzeiger können wir aber auch mit dem Kürzel V auswählen. Diese beiden liegen nützlicherweise genau nebeneinander :) ! Somit können wir schnell Clips zerschneiden und an ihre gewünschte Stelle verschieben.

Clipmagnet

Manchmal pfuscht uns eine Option, die Premiere besitzt, aber ganz schön dazwischen. Unser zerschnittener Clip springt immer regelrecht in die Nähe des anderen! Dieses, manchmal wirklich nervige, Ding ist der Clipmagnet. Auf dem nächsten Bild ist gut zu sehen, wie unser ausgewählter Clip an den Rand des nächsten “andocken” will (schwarzer Strich mit Ecken).

Der Button im Kreis jedoch erlaubt es uns, diese Option auszuschalten. somit können wir unseren Clip so nah wie gewünscht an einen anderen heranschieben, ohne dass dieser gleich angesaugt wird. Ratsam ist jedoch, den Clipmagnet wieder einzuschalten, wenn wir die Szenen direkt hintereinander laufen lassen wollen. Somit vermeiden wir ein überlappen oder eine Lücke zwischen den Clips.

Tipp: Der Clipmagnet lässt sich mit dem Tastenkürzel S an/aus schalten, welcher auch praktischerweise in der Nähe von den wichtigen Kürzeln C und V liegt! (Oooh, ist Premiere nicht ein tolles Programm? :) )

Speed / Duration

Um Szenen schneller oder langsamer abzuspielen, müssen wir einfach nur den gwünschten Clip mit einem Rechtsklick anwählen und im Popup-Menü Speed/Duration auswählen. Somit gelangen wir in dieses Fenster:

Dort können wir:

  • Speed: Die aktuelle Geschwindigkeit verändern
  • Duration: Die Länge des Clips in/ohne Abhängigkeit der Geschwindigkeit bestimmen (”Kettensymbol” rechts)
  • Reverse Speed: Den Clip rückwärts abspielen
  • Maintain Audio Pitch: Die Geschwindigkeit der Audiospur mit verändern lassen, oder nicht (Falls eine Audiospur an den Clip gebunden ist)

Die Geschwindigkeit in Abhängigkeit der Dauer (Duration) kann aber komfortabler direkt im Schnittfenster, mit folgendem Tool, verändert werden:

Mit diesem Tool können wir einfach an einem Ende des Clips ziehen, die gewünschte Länge bestimmen, und die Geschwindigkeit wird somit automatisch auf die Länge angepasst.

Frame Hold / Standbilder

Wenn wir einen Clip anhalten möchten, um ein Standbild zu erhalten, müssen wir ebenfalls mit einem Rechtsklick auf den Clip ins Popup-Menü gelangen. Dort wählen wir Frame Hold.. (Standbild) aus. Somit poppt folgendes Fenster auf:

Um nun einen Clip anzuhalten, haben wir mehrere Optionen. Mit Aktivierung des Häkchens Hold On wird die Option aktiviert. Nun müssen wir noch auswählen, wo. Meine eigene Erfahrung hat gezeigt, dass es am einfachsten ist, in die Stelle, an der das Bild angehalten werden soll, einfach reinzuschneiden und danach im kleinen Drop-Down-Menü In Point auszuwählen. Somit wird der erste Frame des Clips als Standbild dargestellt. Sollte es der letzte Frame sein, muss man natürlich Out Point auswählen :).

  • Hold Filters: Ist klar, hält die Filter mit an, falls welche per Keyframes animiert worden sind.
  • Deinterlace: Auch klar, falls Interlaced Videomaterial vorhanden ist, kann das Standbild damit optimiert werden und die Halbbilder zusammengefügt werden.

Zu der Marker-Option werde Ich vielleicht später noch etwas schreiben.

Videofilter & Überblendungen

Videofilter (Umgangssprachlich Effekte) und Überblendungen werden über den Browser hinzugefügt. Wenn ihr’s nicht findet, geht über das Menü oben auf “Fenster → Effekte“.

Die Filter & Überblendungen können einfach per drag & drop den Clips hinzugefügt werden.

Videofilter

  • Beim hinzufügen von Videofilter könnt ihr natürlich (meistens) auch Einstellungen an ihnen vornehmen. Nachdem ihr den Filter auf den Clip gezogen habt, erscheint der Filter in den Effekteinstellungen:

  • Hier der Clip, den Ich auf dem vorherigen Bild bearbeitet hab:

  • Tipp: Dass ein Filter einem Clip hinzugefügt worden ist, sieht man an der grünen Linie am unteren Ende des Clips.

Überblendungen (Transitions)

  • Überblendungen können, genauso wie Videofilter, den Clips hinzugefügt werden. Mit einem kleinen Unterschied jedoch:
    • Eine Überblendung muss auf einer Schnittstelle zweier Clips platziert werden.
    • Die Überblendung liegt sozusagen über den beiden Clips (ist ja auch eine Überblendung ;), so lang wie die Überblendung im Schnittfenster gezogen wird, so lange wird sie auch angezeigt.
  • Bei Überbl. werden, wie bei Filtern, die Einstellungen im Fenster “Effekteinstellungen” angezeigt.
  • Hier ein Beispiel:

  • Im Beispiel habe ich eine “Weiche Blende” und einen “Übergang zu Schwarz” mit Standardeinstellungen gewählt.

Keyframing

Keyframing ist wohl einer der wichtigsten Aspekte im Video-Editing. Es erlaubt uns, Einstellungen von Filtern, Deckkräften, Lautstärken und Bewegungen von einem Zeitpunkt zum anderen zu verändern, sodass das Programm die Zwischenpunkte berechnet.

Prinzip

Wenn z.B. die Lautstärke einer Soundfile langsam ansteigen soll, benutzen wir 2 Keyframes. Einen, der bei 0% beginnt, und einer, der bei 100% endet.

Wie man sehen kann, steigt der Verlauf der Lautstärke linear an, ohne dass die Lautstärke an jedem Frame einzeln erhöht werden muss.

Arbeitsbereich / Erstellen von Keyframes

Der wichtigste Bereich, in dem wir während dem Keyframing arbeiten, ist das “Effect-Control”-Fenster. Dort können wir für alle unsere Filter, Bewegungen und Deckkräfte Einstellungen vornehmen und Keyframes erstellen.

Effect Controls:

  • A: Aktivierung des Keyframings. Wenn nicht aktiviert, wird die Einstellung des Filters für den gesamten Clip übernommen.
  • B: Wert für die jeweilige Position
  • C: Zum nächsten / vorherigen Keyframe springen. Punkt in der Mitte: Keyframe erstellen
  • D: Anzeige des Keyframes im Zeitverlauf
  • E: Zeitleiste des ausgewählten Clips (nicht des gesamten Videos!)

In dem Schnittfenster unseres Projektes können aber auch alle Keyframes eines Clips angezeigt werden, um eine bessere Übersicht zu bekommen.

  • A: Anzeige für Keyframes aktivieren
  • B: Drop-Down-Menü: Auswahl der Filter, die angezeigt werden sollen

Tipp: Keyframes für Deckkraft und Lautstärke können auch direkt im Schnittfenster verändert werden, indem man auf den weißen Punkt klickt (siehe erstes Bild) und ihn einfach verschiebt.

Der Zeichenstift

Es gibt noch ein Tool in Premiere, mit dem Einstellungen von Filtern die Bewegungsabläufe verändert werden können.

Bei normaler Einstellung der Effekte verlaufen die Keyframes immer linear. Der Zeichenstift jedoch kann die Bewegungen smooth machen. Beispiele zeigen das am besten:

Linear - Bézier

Dazu muss man, vorangegangen mit dem Wissen des vorherigen Unterkapitels, die Keyframes für den gewünschten Filter anzeigen lassen, mit dem Zeichenstift einen Keyframe per Rechtsklick in Bézier ändern und den Keyframe, an dem blauen Kreisle, nach oben oder unten verschieben.

Viel Spaß beim rumprobieren :) (by halfeyrus)

Sequences (Sequenzen)

Problem

Ich habe einen Clip mehrmals zerschnitten, mit Filtern übersehen und einzeln Opacitys verändert. Nun will Ich aber einen weiteren Filter über den gesamten zerschnittenen Clip legen, kann ja aber nur in jedem Stück einzeln den Filter einstellen. Wie kann Ich nun für das gesamte Stück die Einstellung vornehmen?

Lösung

Seit Premiere Pro gibt es eine dufte Funktion, mit der man bestimmte geschnitte Stücke innerhalb des Projekts nochmal einfügen kann. Das heißt also, ihr könnt z.B. einen Text bewegen und zerschneiden, ihn dann danach aber trotzdem locker mit einem Filter überarbeiten, ohne umständlich den Clip zu exportieren und wieder einzufügen. Bei alten Premiere Versionen gab es zwar auch ein ähnliches Tool, das “Virtual Clip” Tool, welches aber nicht den gleichen Komfort wie die Sequences bietet.

Prinzip

Sequences sind wie kleine Projekte innerhalb unseres Gesamtprojektes. Sie können einzeln als komplettes Projekt oder als Zusammenschluss in einer anderen Sequence gesehen werden. Wenn wir ein neues Premiere-Projekt erstellen, arbeiten wir die ganze Zeit über in einer einzigen Sequenz, die vom Programm aus automatisch in Sequence01 benannt wird. Jede Sequenz ist gleichzusetzen mit einem eigenständigen Projekt. Sie hat beliebig viele Video- und Soundspuren und es kann jede Funktion, die gewünscht wird, benutzt werden.

Hier mal das Prinzip schematisch dargestellt:

In dem Schema ist meine “Hauptsequenz”, also eigentlich die Sequence01 eben die Sequence03. Welche Sequenz nun die “Haupt-” oder “Trägersequenz” ist, ist egal. In dem Schema könnten also Sequence01 und Sequence02 einzeln geschnittene Stücke des Videos sein, sagen wir zum Beispiel den Hauptteil und die Credits. Wiederum können Sequence01 und Sequence02 dann als zusammengefasste Clips in Sequence03 wieder einfügt werden.

Wie auf dem Bild zu sehen ist, kann man eine Sequenz, wie gewohnt, über: File → New.. → Sequence oder Rechtsklick im Datei-Browser → New.. → Sequence einfügen. Die Karteikarten über dem Schnittfenster zeigen die einzelnen Sequences an, die dann direkt geöffnet und bearbeitet werden können. Um eine Sequenz in eine Andere einzufügen, einfach aus dem Datei-Browser ins Schnittfenster ziehen. Eine Sequenz sieht im Schnittfenster dann, mit der Ausnahme, dass Sie grau dargestellt wird, wie ein normaler Clip aus:

Vorteile

Wir haben durch die Sequences also mehrere Vorteile:

  • Zuvor in einer einzelnen Sequence geschnittene Clips können nicht mehr aus versehen verschoben oder verändert werden, da sie nur direkt in der jeweiligen Sequenz bearbeitbar sind
  • Wir können mehrere kleine Filter, Schnitteffekte usw. im gesamten wieder verändern, durch z.B. einen Transform-Filter, oder können die Sequenz als Bild-in-Bild laufen lassen
  • Bessere Übersicht über das gesamte Projekt
  • Unglaublich viele neue Möglichkeiten zum Ausprobieren :)

Viel Spaß :) (by halfeyrus)

Soundprobleme (Knistern und Kratzen)

Problem

Bei Adobe Premiere Pro tritt dieses Soundproblem auf, wenn man zwei Tonlinien übereinander legt. Zum Beispiel aufgenommene Ingame-Szenen mit Sound und einer weiteren Tonspur (Musik). Während dem Schneiden im Programm selbst treten keine Fehler auf, aber sobald man das Video rendert, kratzt es sehr laut.

Lösung

Das Knistern bekommt man weg, indem man unter Export Movie Settings (File → Export → Movie oder CTRL + M) bei Audio den Sample Type auf 32-bit Float stellt ! Es sollte nun nicht mehr knistert oder kratzen!

Andere Lösung: Da manche Premiere Versionen diese Einstellung nicht enthalten(7.0) könnt ihr als 2.Lösung auch nur die Soundspur Exportieren und dann neu einfügen. Das gibt zwar qualitätsverlust ist trotzdem eine schnelle und gut Möglichkeit.

Breitbild in Premiere

Ich beschreibe in folgenden Kapiteln, wie man das komplette Projekt in 16:9 erstellen kann, also für Fragmovies (mehr oder weniger) nicht geeignet, da sonst Deathnotice und Waffenmodel überdeckt sind. Trotzdem ist 16:9 für reine Kamerafahrten geeignet, die dann exportiert und nachträglich wieder eingefügt werden können, sofern man in einem Video verschiedene Verhältnisse toleriert. Für alle anderen Arten von Videos/Filmchen natürlich besonders geeignet! :)

Vorbereitung

Um ein Video für 16:9 fit zu machen, wäre es ratsam, die gewünschten Szenen von Anfang an in einer höheren Auflösung aufzunehmen (hauptsächlich Gamevideos), um somit größeren Spielraum bei der Wahl der Auflösung zu haben. (Cs-Capturing) Ausserdem nützlich für Kameras - z.B. den Vertigo Shot.

Theorie

Wenn wir ein Video in Breitbild, also dem Verhältnis 16:9, wie wir es von Kinofilmen kennen, haben wollen, müssen wir erstmal das richtige Verhältnis für unser Video errechnen. Bekanntlich haben normale TV-Aufnahmen das Verhältnis 4:3, welches auch die meisten Auflösungen in Windows besitzen. Zum Beispiel:

  • 640*480
  • 800*600
  • 1024*768
    • usw..

Beispiele für 16:9 Auflösungen:

  • 800*450
  • 1920*1080

Das Verhältnis der Auflösung lässt sich durch simple Division errechnen.

Rechnung

4 / 3 = 1,333333

Das heißt: Auf einem Pixel breit treffen längs 1,3 pixel zu.

640 / 480 = 1,333333 Das beweist, dass 640*480 eine 4:3 auflösung ist.

Das Verhältnis 16:9 ist also:

16 / 9 = 1,777777

Auf einen Pixel breit treffen 1,7 Pixel längs.

also...

Rechnungsbeispiel

Frage: Ich habe Szenen in CS mit der Auflösung 800*600 aufgenommen. Ich will mein Video aber nun im Kinoformat haben! Welche Auflösung muss ich wählen?

Antwort: Ganz einfach. Du rechnest die Breite deiner Clips durch das Verhältnis 16:9, also 1,777777. Das sähe dann so aus: 800 / 1,777777777 (Am besten so viele 7er wie möglich eingeben, umso genauer wird das Ergebnis!) = 450. Die Auflösung deines Videos muss also 800*450 betragen. Rechnen wir das nochmal zum Test nach: 800 / 450 = 1,777777 tadaaaa !! So einfach geht das :)

Umsetzung

Wenn wir nun also die richtige Auflösung für unser Video gefunden haben, kann es also losgehn. Um das Video nun auf unsere gewünschte Größe zu bekommen, müssen wir natürlich nicht jedes Bild einzeln zurechtschneiden. Diese Arbeit übernimmt Premiere für uns.

Dazu müssen wir unser Projekt erstmal auf die richtige Größe einstellen. Wir erstellen also ein neues Projekt, nehmen nun aber keine Preset-Version, sondern Custom.

Die für uns wichtigen Einstellungen sind:

  • A: bei Gamevideos Video for Windows, nicht DV Playback (DigitalVideo)
  • B: Timebase je nach Wahl, wobei 25fps (PAL) natürlich zu bevorzugen sind
  • C: Hier unsere wichtige Einstellung. Wie man sieht, 800:450 wird gleich als 16:9 angezeigt
  • D: Vorgefertigte Verhältniswerte für verschiedene Abspielmethoden (Squarepixels für Gamemovies!)
  • E: Fields ausschalten! Nachzulesen unter Interlacing

Nachdem wir nun das Projekt so eingestellt haben, kanns auch gleich mit dem schneiden losgehen :) Im projekt sollte euer Monitor nun schon die richtige Größe haben, wie hier zu sehen ist:

Nun haben wir also ein wunderbares 16:9 Video! :)

Vorteile eines "echten" 16:9 Videos

  • spart den Platz, den ein Bitmap mit schwarzen rahmen hätte (wichtige kb für die MBs/min :)
  • proportional
  • professioneller
  • sieht einfach schöner aus, wenn das Video nicht auf Fullscreen läuft ;)

Viel spaß :) (by halfeyrus)

Einfachere Rechnung zur Auflösung

Wenn wir von 800×600 ausgehen, können wir die 16:9-Auflösung auch einfach berechnen. Wir teilen einfach die horizontalen Pixel durch 16. Das ergibt 50, dieses Ergebnis rechnen wir mal 9 und schon haben wir 450. Das ist einfacher zu rechnen, als durch 1,777777 zu teilen(, sofern man keinen Taschenrechner besitzt, den Windows-Taschenrechner nicht findet/kennt und dazu noch gut im Kopfrechnen ist.)

Texte & Abspann erstellen

Um Texte in Premiere zu erstellen, wählt man im Menü Datei → Neu → Titel aus. Dort können wir nun Texte nach Belieben mit verschiedenen Fonts, Größen, Farben, Stilen usw. erstellen. Man kann ebenfalls im Projekt-Browser per Rechtsklick in das Fenster gelangen.
Das Titelfenster sieht so aus:

Ich denke, es ist ziemlich einfach, sich dort zurecht zu finden. Nachdem ihr den Text geschrieben habt, einfach das Titel-Fenster verlassen, dann poppt auch das “Speichern unter..” Fenster auf. Der Titel wird dann automatisch dem Projekt-Browser hinzugefügt.

Tipp: Um einen Text wieder zu verändern, nachdem man schon gespeichert hat, einfach auf den Clip im Schnittfenster, oder im Projekt-Browser, doppelt klicken.

Abspann erstellen

Wie man das hinkriegt, kann jedoch nicht jeder wissen. Schwer ist es aber auch nicht.

  • Dazu stellen wir den Titeltyp (links oben im Fenster) auf “Rollen“, damit der Text sich überhaupt nach oben bewegt. Was wir ja wollen.
  • Als nächstes schreiben wir einfach unseren Text hin. Wie man sehen kann, erweitert sich der kleine Monitor immer weiter nach unten, und ein Scrollbalken entsteht auf der rechten Seite. Text fertig? Ok, weiter.
  • Jetzt wählt man den normalen Auswählzeiger aus, und schiebt den Text eine gute Länge nach unten, also etwa so eine Bildschirmhöhe. Sonst würde der Abspann ja nicht unterhalb des Bildes anfangen, sondern gleich von Oben an da stehen.
  • Noch ein Bild dazu:

  • Damit ist der Abspann eigentlich fertig, nurnoch Verlassen & Speichern, ins Schnittfenster reinziehen und bestaunen.
  • Hier ist mein fertiger Abspann:

  • Tipp: Am besten am Schluss des Textes noch ein paar Zeilenumbrüche (Return drücken ;) machen, damit der Text am Ende auch bis ganz oben ausläuft, und nicht einfach stehen bleibt.

Video exportieren

Wenn nun alles fertig ist, und das Video nun endlich als Videofile rauskommen soll, sollte man erstmal auswählen, welcher Bereich des Videos überhaupt exportiert werden soll. Dafür ist diese gelbe Leiste oberhalb der Zeitanzeige im Schnittfenster zuständig.

Damit gibt man also den Bereich des Videos an, der exportiert werden soll.

Wichtig: Exportierte, unkomprimierte Videos können riesige Dateigrößen annehmen! 1 Minute Endvideo kann über ungefähr 1,5 Gigabyte groß werden! Also erstmal schön Platz machen auf der Festplatte :).

So. Dann geht man auf “Datei → Exportieren → Film..“. Dateiname angeben, und dann Einstellungen anwählen.

Das sieht jetzt ungefähr so aus, wie das große Einstellungsfenster ganz am Anfang, als das Projekt erstellt wurde. Das kann man im Prinzip alles so lassen wie es ist, nur sollte man ein paar Dinge noch checken:

  • Unter “Allgemein” (auf der linken Seite) checken, ob noch “Microsoft AVI” eingestellt ist, und ob bei “Bereich” “Arbeitsbereichleiste” (das ist der gelbe Balken von vorhin) oder “Vollständige Sequenz” eingestellt ist.
  • Unter “Video” auf jeden Fall “Kompressor: Kein” einstellen!
  • Sind es noch meine Einstellungen? (Auflösung, 25 fps usw..)
  • Ist unter “Keyframe und Rendern” noch “Progressive Scan” (Keine Halbbiler) eingestellt?
  • Audio kann uns relativ egal sein.

So, Einstellungen verlassen und ruhig auf Speichern ruffkloppen. :) Das wird nun wahrscheinlich ein Weilchen dauern, je nachdem wie komplex und wie häufig die Filter usw. gewählt worden sind.

An dieser Stelle ist dieses Tutorial nun auch schon wieder zu Ende, denn die Komprimierung des Clips fällt in die Hände des xVid- oder z.B x264-Tutorials.

Ich hoffe, das Tutorial konnte einen leichten Einstieg in die Welt von Premiere ermöglichen. Ich wünsche noch viel Erfolg beim Videos machen!

Praktische Tipps

Shortcuts:

  • Rasiermesser - C
  • Auswahlzeiger - V
  • Clipmagnet an/aus - S
  • Undo - STRG + Z
  • Redo - STRG + SHIFT + Z
  • Import file - STRG+I
  • save - STRG+Shift+S
  • save a copy - STRG+ALT+S
  • Export Movie - STRG+M
  • Vorschau erstellen - Return

Allgemeine Tips

  • Benutzt am besten so viele Sequences wie möglich, das erspart euch eine ganze Menge Stress, zwecks Übersicht und Ausrutschern.
  • Zoomt weit und oft. So könnt ihr framegenau arbeiten

Referenzvideos

Hier eine Liste mit bekannten Videos, die in Premiere bearbeitet wurden.

  • CS: 4kings - The CPL-Trailer
  • CS: 6 Million Ways To Die
  • CS: *aAa* 2003
  • CS: cs.juggers2003
  • UT: The Unreal World Trailer 1&2
  • Q3: Alle Mr. White-Movies :)
  • Q3: The Badge 1-3
  • CS: Frag-Galaxy 2

Begriffserklärung

 
programme\premiere.txt · Last modified: 22.06.2008, 09:28 by 84.60.218.137
 
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