Inhaltsverzeichnis

Begriffserklärung

Da es im Bereich “Videobearbeitung” Begriffe wie “Rendering”, “Codec” u.ä. wie Sand am Meer gibt, ist es für Einsteiger immer schwierig, etwas ohne Hirnbluten zu vollbringen. Im folgenden werden gängige Begriffe erklärt, die essentiell, oder aber auch speziell, im Videobereich notwendig sind.

Rendering

“Rendering” heißt übersetzt so viel wie “wiedergeben” oder “vortragen”, was einem letztendlich zum Verständnis des Begriffes auch nicht weiterhilft. In der Videobearbeitung hat das Wort eher eine Spezialisierung auf den “Exportiervorgang” erhalten. In jedem Video-, Bild-, oder Audiobearbeitungsprogramm wird vom Benutzer bearbeitetes Material üblicherweise in irgendeiner Art verändert, sei es durch Schnitte oder Kürzungen bei Videoclips oder Lautstärke- oder Farbveränderungen bei Audio bzw. Bilddateien. Diese Veränderungen geschehen aber nicht sofort, was ja das Programm an sich relativ umständlich bedienen lassen würde. Das Material besteht im Programm also nur in seiner ursprünglichen Form, wird jedoch während der Bearbeitung schon mit dem zu erreichenden Ergebnis angezeigt.

Wenn also nun das bearbeitete Material eigenständig bestehen soll, muss es vom Programm neu geschrieben werden. Je nachdem, WAS an dem Material verändert wurde, ändert sich auch die Dauer des “Rendervorgangs”. Wenn z.B. ein Videoclip mit Blur-, Transform-, oder Distortfiltern überarbeitet wurde, dauert der Vorgang erheblich länger als z.B. einer Verkürzung desselbigen. Bei der Verkürzung wird ja lediglich ein Teil des Materials weggelassen, wobei bei den besagten Filtern ein komplett neues Bild ensteht, welches in seinem Ursprung nicht vorhanden ist.

... eigentlich wurde das Wort “rendern” von einem Mr. Renderman erfunden, der damit die Umwandlung von Polygonen, Partikeln und Ähnlichem aus einem 3d-Programm zu einer 2d-Bildfläche meinte.

Codec

Codecs sind Programme, die dem Benutzer, ähnlich wie die gängigen Programme WinRAR oder WinZip, eine Komprimierung des gewünschten Materials ermöglichen. Was vielen Einsteigern nicht bekannt ist, ist die Tatsache, dass Video-, Audio- und Bildmaterial in ihrer eigentlichen Form gigantische Dateigrößen erreichen können. Deshalb hat sich sehr schnell das “Codecformat” eingebürgert, was zu Beginn der “Computerrevolution” in Büros, sprich Netzwerken, und natürlich im Internet, unabkömmlich war. Die bekanntesten Formate sind meiner Auffassung nach *.mp3 und *.jpg, beide Formate sind komprimiert.

Filter

Filter, umgangssprachlich (aber nicht ganz korrekt) Effekte, sind Bearbeitungsmodi für Material, die Veränderungen an ihm ermöglichen. So können wir mit ihnen z.B. Bilder verzerren, skalieren, ihr Aussehen verändern oder bei Audiofiles z.B. ein Echo wiederhallen lassen. Aus diesem Grund lässt sich der Begriff “Filter” auch nicht sehr gut verallgemeinern, da es ganz verschiedene Arten von Filtern gibt, die alle ganz verschiedene Dinge bewirken.

Der Begriff “Effekt” kann eigentlich nur verwendet werden, wenn durch bestimmte Veränderungen das gewünschte Ergebnis, also sozusagen der “Was ist denn das?”-Effekt, eintrifft.

Keyframe

Keyframes sind Schlüsselbilder in Videoclips. In Videobearbeitungsprogrammen werden damit zum Beispiel Werte von Filtern einem Frame zugeordnet. Somit lässt sich z.B. vom Programm eine lineare Veränderung der Werte von Keyframe A bis B “ausrechnen”, ohne dass jeder Frame einzeln verändert werden muss. Ein anschauliches Beipsiel findet sich im Premiere-Kapitel.

Der Begriff findet sich aber auch bei Videocodecs wieder. Dort bilden Keyframes häufig die Basis, von denen aus die folgenden Bilder durch Delta-Frames berechnet werden. Diese Technik findet sich zum Beispiel bei allen MPEG-4 Codecs.

 
programme\begriffserklaerungen.txt · Last modified: 19.11.2007, 15:46
 
Recent changes RSS feed Creative Commons License Donate Powered by PHP Valid XHTML 1.0 Valid CSS Driven by DokuWiki